Schlangen: Mythen und Fakten

Schlangen sind Tiere über die es sehr viele Mythen gibt. Sogar einige Experten sind sich hin und wieder unsicher, was im Endeffekt der Wahrheit entspricht und was nicht. Was richtig ist und was falsch, wird in diesem Blogeintrag aufgeklärt!

 

1 Wütende Schlangen attackieren Leute die ihnen zu nahekommen

Diese Mythe ist eine Halbwahrheit die von Leuten ins Leben gerufen wurde, die das Unglück hatten eine Schlange im Ruhezustand zu stören. Wenn ein Mensch in der Wildnis auf eine Schlange stößt, dann werden beide Partien in einen Zustand von Panik versetzt, da jeder in seinem natürlichen Zustand gestört wird. In diesem Zustand der Panik suchen beide den schnellsten Fluchtweg, sowohl Mensch als auch Schlange. Der schnellste Fluchtweg ist oft für beide derselbe, was den Eindruck erweckt, dass die Schlange den Menschen verfolgt. Jedoch steckt hinter dieser Mythe noch ein bisschen mehr Wahrheit: Manche Schlangenarten, wie der Zentralamerikanische Buschmeister, versuchen wirklich den Menschen zu attackieren. In den meisten Fällen, missversteht der Mensch jedoch die Wut und Selbstverteidigung von Schlangen als Versuch ihn zu attackieren.

 

2 Schlangen werden in der Sommerhitze blind

Es ist sehr überraschend, wie viele Menschen tatsächlich noch an diese Mythe glauben. Schlangen erblinden nicht einfach auf Grund der Temperatur während einer spezifischen Jahreszeit. Schlangen, die sich gerade im Prozess der Häutung befinden, können jedoch unter einem temporären Sehverlust leiden, da sich auch ein essenzieller Teil, der ihre Augen bedeckt, häutet. In der Wildnis kommen viele Schlangen während dem Sommer in die Häutungsphase, weshalb es so erscheinen könnte als würde der Sehverlust an der Jahreszeit liegen.

 

3 Eine Schlange hat keine Mutter

Alle Schlangenarten die Eier legen, legen diese einfach irgendwo ab und mit großer Wahrscheinlichkeit sehen sie keine ihrer Babys je wieder. Auch für Schlangen die lebend gebären, ist es nicht nötig sich weiter um die Neugeborenen zu kümmern, da die Schlangen bereits überlebensfähig auf die Welt kommen. Neue Entdeckungen belegen, dass die Nördliche Felsenpython ist die einzige Schlange der Welt ist, die sich wirklich um ihre Junge kümmert – auch Monate nachdem sie geschlüpft sind.

 

4 Baby Giftschlangen sind gefährlicher als ausgewachsene

Diese Mythe ist zu zwei Drittel unsinnig und zu einem Drittel wahr. Fakt ist, dass Baby Giftschlangen nicht gefährlicher sind als ausgewachsene Giftschlangen. Sogar das Gegenteil ist wahr – bei vielen Schlangenarten haben die ausgewachsenen Schlangen ein stärkeres Gift als ihre Babys. Zudem sind ausgewachsene Schlangen fähig, eine höhere Dosis an Gift weiterzugeben. Der einzige Grund wieso man diese Mythe als wahr beurteilen könnte ist, dass ausgewachsene Schlangen gelernt haben ihr Gift nicht zu verschwenden und nur in notwendigen Situationen einzusetzen. Es braucht Zeit das Gift zu produzieren und sollte daher nicht einfach so verwendet werden. Anders ist es jedoch für neugeborene Schlangen. Diese haben noch so gut wie gar keine Kontrolle über ihre Funktionen und sind in einer verletzbaren Phase ihres Lebens. Wenn sie zubeißen, dann beißen sie richtig fest und pumpen das ganze Gift in den Körper des Angreifers, bis zum letzten Tropfen.

 

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